Bewusste Reflexion als Führungskraft zum Ende des Jahres

13.12.2023

Weihnachten und Führung, nicht unbedingt der naheliegendste Gedanke, dass diese beiden Themen miteinander verbunden sein könnten. Doch in Vorbereitung auf den letzten Newsletter des Jahres habe ich mich intensiv damit beschäftigt. Denn Weihnachten und Führung haben tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. Weihnachten markiert das Ende eines Jahres und den Beginn eines Neuen. Wir erhalten somit eine gute Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und nicht nur im privaten sondern eben auch im beruflichen Kontext zu reflektieren. Wir können überprüfen, welche Ziele wir erreicht, welche Herausforderungen wir überwunden und welche Lektionen wir gelernt haben. Dieser Rückblick kann uns helfen, Erfolge anzuerkennen und Bereiche zu identifizieren, in denen Potenzial vorhanden und Verbesserungen möglich sind. Auch und vielleicht gerade als Führungskraft ist es daher aus meiner Sicht wichtig, Weihnachten und das naheliegende Ende des Jahres als Zeit der Reflektion zu nutzen. Ich persönlich mache das bereits seit einigen Jahren. Es gibt mir ein gutes Gefühl und lässt mich einerseits mit Dingen, die ich nicht mehr ändern kann, abschließen und mich auf das vor mir Liegende fokussieren.

Daher möchte ich Sie heute auf diese Reise mit einigen Fragestellungen einladen: Wie haben Sie Ihre Vision und Zielsetzung umgesetzt bzw. hatten Sie diese denn für 2023 und konnten Sie diese letztlich in Ihr(e) Team(s) vermitteln? Wie lief in diesem Jahr Ihre Kommunikation mit dem Team? Waren Sie als Führungskraft klar, offen und transparent? Haben Sie Ihre Erwartungen kommunizieren können und waren Sie offen für Rückmeldungen, um das Engagement und die Zusammenarbeit der Teammitglieder zu fördern?

Noch ein weiterer Weg, sich der Verbindung von Weihnachten und Führung bewusst zu werden, ist die Besinnung auf das, was Weihnachten im Zwischenmenschlichen ausmacht. Die Prinzipien und Werte, die wir während der Weihnachtszeit schätzen, können auch in der Führung angewendet werden, um ein erfolgreiches und harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen. Weihnachten ist eine Zeit, in der Werte wie Mitgefühl, Großzügigkeit und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Überprüfen Sie, ob diese Werte auch in Ihrem Unternehmen gelebt werden. Sind Sie als Vorbild für diese Werte aufgetreten? Sind die Werte in der Unternehmenskultur verankert? Wenn nicht, können Sie die Weihnachtszeit nutzen, um sich zu fragen, wie diese Werte besser umgesetzt werden können. Weihnachten ist bekanntermaßen auch eine Zeit, um Dankbarkeit und Wertschätzung auszudrücken. In der Führung ist es wichtig, Leistungen und Beiträge der Teammitglieder anzuerkennen und zu würdigen. Konnten Sie durch Wertschätzung ein positives Arbeitsumfeld schaffen und das Engagement Ihrer Mitarbeitenden stärken?

Nutzen Sie die Zeit auch, um das Teamgefühl zu stärken und die Bindung zu Ihren Mitarbeitenden zu festigen. Gemeinsame Aktivitäten sind ein wunderbares Signal der Wertschätzung und Dankbarkeit, um das Vertrauen und die Motivation Ihres Teams zu steigern.

Selbstverständlich bietet das Jahresende auch die Gelegenheit Pläne für das kommende Jahr zu machen. Legen Sie Ziele und Strategien für das kommende Jahr fest. Dies ermöglicht es Ihnen, mit einem guten Plan und einer klaren Vision ins neue Jahr zu starten.

Mein Gedanke:

Versuchen Sie diese Zeit des Jahres für sich zu nutzen - in allen Facetten. Versuchen Sie den Stress der vergangenen Monate abzuschütteln und sich auf sich selbst zu besinnen. Wir unterschätzen das gerne, dabei ist dies wichtiger denn je. Je mehr Sie sich Zeit für sich und Ihre Reflektion nehmen, desto eher werden Sie auch wieder „bei sich ankommen“, bei dem was Sie als Person und somit auch als Führungskraft ausmacht (inklusive aller Stärken und Optimierungspotentiale) – dem authentischen SIE!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen viel Zeit für wertvolle Gedanken, einen freudvollen Blick auf die nächsten zwölf Monate und vor allem Gesundheit.

Mit den besten Wünschen für 2024 und einem glücklichen Wiedersehen,

Ihre

Sandra Günther